
Hoch über Koblenz thront die Festung Ehrenbreitstein. Sie ist nicht wirklich schön, aber auf jeden Fall monumental, wie sie sich über etwa 200 Meter erstreckt. Vor etwa 1000 Jahren wurde hier die erste Burg errichtet. Die noch erhaltene barocke Burg mit Schloss wurde 1801 von den Franzosen gesprengt, die sie erobert hatten und wieder aufgeben mussten. Etwa 15 Jahre später beschlossen die Preussen, hier wieder eine befestigte Anlage zu errichten.

So sehen die ersten Bauwerke aus, wenn man das Festungsgelände betritt.

Die Wikipedia schreibt: "In den folgenden Jahren entstand die Festung Koblenz, eines der umfangreichsten Festungssysteme Europas, gebaut nach den damals modernsten Erkenntnissen, der 'Neupreußischen Befestigungsmanier'."

Die Gebäude in dem weitläufigen Gelände wurden schon lange auch anders genutzt als nur militärisch, z. B. diente ein Teil als Gefängnis.

Heute ist die Festung ein Veranstaltungsort und sie beherbergt zahlreiche Ausstellungen und Museen.

Nach dem zweiten Weltkrieg diente die Ehrenbreitstein auch als Wohnort für so genannte 'displaced persons' - Personen, die kriegsbedingt nicht in ihrem Heimatland lebten. Damals wurden wohl auch diese Gärten auf einigen Gebäuden angelegt.

Von manchen Stellen aus hat man einen schönen Blick über das Rheintal.

Es werden etliche Gegenstände aus der Vergangenheit der Festung ausgestellt. Man kann auch einzelne Kerkerzellen und dergleichen ansehen. Ich war nur etwa zwei Stunden hier oben, mich interessierte vor allem der Ausblick. Aber wenn du dir alles in Ruhe ansehen willst (Haus der Kulturgeschichte, Haus der Fotografie, Haus der Archäologie, die Festungskirche, das Weinreich Rheinland-Pfalz, die Ausstellung zum Designpreis Rheinland-Pfalz etc.), dann plane mindestens einen halben Tag ein.

Hier wurde versucht, darzustellen, wer alles hier oben gedient oder gewohnt hat. Natürlich weiß man über die normalen Soldaten wenig, aber es sind schon ein paar Interessante Portraits vorhanden.

Vor der Wein-Ausstellung. Wahrscheinlich findet manchmal ein Ausschank statt.

Durch einen langen Tunnel gelangte ich auf den Oberen Schlosshof. Hier sind die Gebäude ganz anders gestaltet.

Hier ist gut zu sehen wie riesig der Platz ist. Es gibt zwei Cafés/Biergärten (im Sommer mit noch viel mehr Tischen) und eine fantastische Aussicht.

Der Blick nach Norden.

Und nach Westen, hier fließt die Mosel in den Rhein.

Nochmal der Westen.

Und hier siehst du die Altstadt, vorne die Seilbahnstation und die Basilika St. Kastor, weiter hinten die Liebfrauenkirche und die Florinskirche.

Ausflugs- und Kreuzfahrtschiffe sind überall zu sehen.

Die Jugendherberge ist ebenfalls in der Festung untergebracht, ein wirklich toller Ort dafür!

Im Haus der Kulturgeschichte lernen Kinder etwas über Müllvermeidung.

Nachdem ich überall mal kurz hineingeschnuppert hatte, machte ich mich schon wieder auf den Rückweg.

Der Johannisturm ist Teil des Hornwerks Orsbeck und wurde 2013 renoviert.

Und hier nochmal die Festung und der Blick nach Süden.
